Mein Weg
Wie bist du zu dieser Gemeinschaft gekommen?
Dies ist immer die erste Frage, wenn ich von meiner Zugehörigkeit zur Gemeinschaft des Hl. Franz von
Sales erzähle. Nach meiner Erstkommunion im achten Lebensjahr begann meine Entfremdung von der
katholischen Kirche und im Alter von zwanzig Jahren folgte der Austritt.
Als ich zehn Jahre später heiratete und wir zwei Töchter bekamen, rückte die Frage nach Gott und der
religiösen Erziehung unserer Mädchen vermehrt in den Vordergrund.
So meldete ich mich beim katholischen Pfarramt für ein Wiedereintrittsgespräch an und es wurde auf
den 21. August 2001 festgesetzt. Doch unverhofft starb an diesem Tag meine Schwester. So ist der
Todestag meiner Schwester für mich zum Anfang eines Glaubens - und Trauerweges geworden.
Nach ihrer Beerdigung nahm ich erneut Kontakt mit dem Pfarrer auf, der meine Kinder auf die Taufe und
mich auf die Firmung vorbereitete. In der Osternacht 2002 durften wir diese Sakramente empfangen.
Welch unvergessliches Erlebnis!
Anschliessend besuchte ich während zwei Jahren den katholischen Glaubenskurs und wusste danach aber
nicht, wie es weitergehen könnte. Ich wollte meinen Glauben vertiefen und so begann ich im Internet unter
„Geistliche Begleitung" zu suchen. Dabei stiess ich auf die wunderschöne Geschichte von Franz von Sales
und Johanna Franziska von Chantal. Als ich dann die Homepage der Laiengemeinschaft des Hl. Franz von
Sales entdeckte, wusste ich sofort, das ist was ich suche.
Ich meldete mich bei der verantwortlichen Leiterin, die zu mir nach Hause kam und mir erste Broschüren
über diesen Heiligen gab. Es war dies der Vorabend des 21. Augusts 2004. Als ich dann entdeckte, dass
Franz von Sales an einem 21. August das Licht der Welt erblickt hatte, war das für mich ein klares Zeichen,
dass dies der rechte Weg sein würde. Gleich am nächsten Tag fing ich mit meiner Heranbildung an.
Am 15. Februar 2007 durfte ich meine Weihe sprechen und ganz frisch habe ich die Ausbildung zur Anleiterin
angefangen. Ich würde mich sehr freuen, nach Abschluss dieser Ausbildung neue Kandidatinnen in die
salesianische Spiritualität einführen zu dürfen.
Die Zugehörigkeit zu dieser Gemeinschaft bietet eine Glaubensvertiefung in kleinem und vertrautem
Rahmen, auf welche ich nur ungern verzichten würde.
Saskia Greber