Der Schlüssel zur salesianischen Spiritualität heisst Liebe
Die Liebe ist der Ausgangspunkt, das Mittel und das Ziel.
Liebe zu Gott, Liebe zu den Mitmenschen, Liebe zu sich selbst.
Christsein wird heute in unserer säkularisierten Welt immer schwieriger und darum ist es
hilfreich, dieses Vorhaben in einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die eine aus
dem Evangelium kommende Prägung vermittelt, zu verwirklichen.
Die salesianische Gemeinschaft möchte den heutigen Menschen "einen Ort bieten, wo sie
für ihren Glaubensweg die Beglückung und Lebenshilfe der salesianischen Spiritualität
erfahren können."
Wir orientieren uns am Evangelium und an den Schriften des heiligen Franz von Sales.
Diese haben nichts von ihrer Aktualität verloren, wenn auch die Sprache manchmal etwas
ungewohnt ist. Wir beschäftigen uns mit Fragen der heutigen politischen und
gesellschaftlichen Wirklichkeit, mit theologischen Problemen der nachkonziliaren Kirche.
Unsere monatlichen Treffen zu Gebet, Eucharistiefeier und Gedankenaustausch dienen
der Vertiefung unseres Glaubenslebens und stärken unsere Verbundenheit. Zeiten des
Gebetes und der Meditation integrieren wir in unseren Alltag, damit unser Tun nicht im
luftleeren Raum geschieht, sondern als Dienst an der Mitwelt wirksam werden kann.
Franz von Sales sagt das so:
"So sammle und gebrauche auch du die irdischen Güter mit der einen Hand,
mit der anderen halte dich an der Hand des himmlischen Vaters fest."
Ein ganz wichtiges Wort in der salesianischen Spiritualität ist die "Gelassenheit".
Tönt das nicht wie ein Hohn in unserer stressgeplagten Zeit? Doch die Gelassenheit,
die nichts mit Gleichgültigkeit gemein hat, weiss, dass alles in Gottes Hand liegt. Wir sind
verpflichtet, unser Bestes zu geben, doch nur so weit es in unseren Kräften liegt. So ist
auch eine Aussage unseres Heiligen zu verstehen:
"Gib dir jeden Tag eine Stunde Zeit zur Stille, ausser wenn du viel zu tun hast ...
dann gib dir zwei."
Hier noch eine Aussage unseres Geistlichen General-Beirates des Bischofs Jacques Noyer
von Amiens (F), der unsere Gemeinschaft seit vielen Jahren kennt:
"Salesianisch sein bedeutet nicht nur, einige hübsche Formulierungen zu gebrauchen
und einige kostbare Bilder, mit denen Franz von Sales so grosszügig umgegangen ist.
Es bedeutet nicht nur, eine besondere Theologie zu bewahren, die reicher und
ausgewogener wäre als andere. Es bedeutet, den Weg der Liebe aufzunehmen, um
immer mehr voran zu gehen in die Vertrautheit mit dem Vater und in die Dynamik
seines Planes für die Menschen."
Unsere Laiengemeinschaft ist kirchlich anerkannt und steht allen offen. Sie ist weltweit
verbreitet.Um die Zusammengehörigkeit zu stärken, schlägt der Generalrat jedes Jahr einige
Themen vor, die in den einzelnen Ländern gleichzeitig vertieft werden. Die dafür vorgeschlagenen
Texte werden von den verschiedenen Sprachgruppen vorbereitet und lassen uns so erleben, dass
wir auch Glieder der Weltkirche sind. Diese Methode der gemeinsamen Arbeit geht bis auf Henri
Chaumont zurück und hat sich bis heute bewährt.
Jedes Mitglied hat eine persönliche Begleiterin mit der es freundschaftlich verbunden ist.
Eine Zeitschrift orientiert über Spiritualität und Neuigkeiten in den Gruppen.
In der Schweiz gibt es zur Zeit vier Frauengruppen, drei in der französischen und eine in der
deutschen Schweiz.
Gerne würden wir die Beglückung und Lebenshilfe, die wir auf unserem Weg erfahren dürfen,
mit ihnen teilen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.